24. Hauptversammlung CasAlp und Sennenehrung

Am 27. März 2018 fand die 24. Hauptversammlung der CasAlp, Sortenorganisation Berner Alp- und Hobelkäse AOP statt. Der Präsident Hans Kohler, Schattenhalb begrüsste 177 Stimmberechtigte zur Versammlung und eröffnete gleichzeitig das Jubiläumsjahr.

Hans Kohler, der neue Präsident aus Schattenhalb bei Meiringen, eröffnete, am 27. März 2018, vor 177 Stimmberechtigten die 24. Hauptversammlung der CasAlp und damit auch das Jubiläumsjahr. Die Sortenorganisation Berner Alp- und Hobelkäse AOP kann auf eine reiche Vereinsgeschichte von über 25 Jahren blicken. Mit Stolz! Gab und gibt es manche Hürde zu nehmen für die Absatz- und Qualitätsförderung dieses Naturproduktes von den Berner Alpen. Der Präsident betonte, dass die CasAlp nur dank der Treue ihrer rund 450 Mitglieder bestehen und wirken könne. Als Dank solle es kein teures Fest geben, sondern ein nachhaltiges Dankeschön in Form eines Taschenmessers – zum Anschneiden eines Stück Alpkäses, welches jeder Älplerin bzw. jedem Älpler tagtäglich dienen werde. Die Verantwortliche Marketing-Kommunikation Gabi Doerig-Eschler lud die Produzenten ein, die Trümpfe, die sie mit ihrem einzigartigen AOP-Naturprodukt von den Alpen in der Hand hätten, im Markt auszuspielen und sich so zu positionieren. CasAlp biete dabei Support mit professionellen, einheitlichen Kommunikationsmassnahmen.

Sehr gute Qualität: Trotz relativ hohen Temperaturen und wenig Regen in den Sommermonaten konnten im Alpsommer 2017 rund 1‘207 Tonnen Berner Alpkäse AOP produziert werden. Im Vergleich zu 2016 waren es rund 50 Tonnen weniger. Der Präsident Hans Kohler, freute sich über die ausgezeichnete Qualität. Dies zeige eindrücklich, dass mit höchster Sorgfalt, aber auch mit viel Leidenschaft und Herzblut gearbeitet werde.

Jahresrechnung 2017: Die Jahresrechnung 2017 schloss mit einem Gewinn von rund CHF 3880, im Vergleich zu einem Verlust von rund CHF 9'190 im Vorjahr. Die Rechnung 2017 sowie das Budget 2018 wurden von der Versammlung genehmigt. Barbara Gafner-Läderach, Finanzen, informierte über die einzelnen Posten und verdeutlichte, dass CasAlp mit beschränkten Mitteln zu agieren habe. Umso mehr sei der idealistische Einsatz, das Herzblut aller Akteure bei CasAlp, sei es im Vorstand, in der Geschäftsleitung und v.a. auch auf der Geschäftsstelle unumgänglich.

Mitglieder- und Selbsthilfebeiträge bleiben unverändert: Der Antrag des Vorstandes, die Selbsthilfebeiträge der Produzenten auf 2,5 Rappen pro Kilogramm verarbeitete Milch zu belassen, wurde einstimmig gutgeheissen. Die Versammlung sanktionierte zudem den Antrag des Vorstandes, die Beiträge für Einzelmitglieder bei CHF 50, und für Organisationen, Verbände sowie den Detailhandel bei CHF 100 zu belassen. Der Handel bezahlt wie bisher einen Mengenbeitrag von CHF 35 pro Tonne übernommenen Berner Alpkäse und kann gleichzeitig einen Beitrag für Massnahmen im Bereich Kommunikation von CHF 100 pro Tonne beziehen.

AOP-Naturprodukt von den Alpen mit gezielten Aktivitäten vermarkten: "Berner Alp- und Hobelkäse AOP, diese beiden Naturprodukte, sind reich an einzigartigen Geschichten von über 450 Alpen. Über diese Einzigartigkeit und über gezielte Aktivitäten gilt es, diese beiden Spezialitäten zu vermarkten", so Gabi Doerig-Eschler, Verantwortliche Marketing-Kommunikation. «Spielen wir die Trümpfe aus, die wir mit unserem AOP-Naturprodukt von den Alpen besitzen. Alpen stehen im Trend, profitieren wir weiter davon.» Über diverse Messeauftritte, Anlässe, Degustationen im Detailhandel und Markt-Auftritte konnte die gewünschte Aufmerksamkeit erreicht werden. An der BEA, am Unspunnen in Interlaken, an der OHA wie am Käsefest in Thun waren Berner Alp- und Hobelkäse AOP via Produzenten und auch durch den Handel prominent vertreten. Am Slow Food Market in Bern wie Zürich, am Salon des Goûts et Terrois in Bulle stiess der Alpkäse aus dem Berner Oberland ebenfalls auf grosse Beachtung. Die Präsenz an stark frequentierten Verkaufspunkten im Kanton Bern und Umgebung, sowie neu im Raum Basel stand auch im Jahr 2017 wieder im Fokus der Aktivitäten. So bleiben Promotionen bei Coop und Migros nach wie vor ein wichtiges Mittel zur Verkaufsförderung. Bei Degustationen kann eins zu eins auf die Einzigartigkeit des Naturproduktes hingewiesen werden. Mit Kurzfilmen von den Alpen oder Berichten zu den Tätigkeiten der Älpler im Winter sollen zudem das Facebook und damit die Internetseite bereichert werden. Schliesslich steht ein aktuelles Verzeichnis der Alpen online auf der Tätigkeitsliste, basierend auf den Rückmeldungen der Älpler bzw. auf «ihren Geschichten».  / Die 19. Berner Alpkäsemeisterschaft in Grindelwald war wiederum ein Höhepunkt für alle Käseliebhaber wie auch für die Älpler. Der Wettbewerb, verbunden mit Degustation, Markt und Festbetrieb bildete eine hervorragende Plattform, um die Vielfalt des Berner Alp- und Hobelkäses AOP hervorzuheben. Die 20. Berner Alpkäsemeisterschaft führt am 16. September 2018 (Bettag Sonntag) in den Naturpark Diemtigtal, auf Horboden.

Seid stolz auf Euer Qualitätsprodukt von den Alpen und habt den Mut zu fairen Preisen!: Mit dieser Aufforderung leitete Katrin Schmid vom Amt für Natur und Landwirtschaft des Kantons Bern, LANAT ihr motivierendes Referat ein. Den Berner Alpkäse AOP nicht zu günstig zu verkaufen, so ihre Botschaft. Damit würden die Produzenten nur sich selber schaden. Ein Produkt mit einem relativ tiefen Preis suggeriere auch eine tiefe Qualität, gab Schmid zu bedenken. Zur Preiskalkulation gab sie Ratschläge, indem die eigene Arbeit oft vernachlässigt und somit nicht in die Berechnungen einbezogen werden würde. Dies würde zu falschen Resultaten und Signalen auf dem Markt und auch zu Unzufriedenheit bei den Produzenten wie auch beim Handel führen. Letzterer hätte bei diesen Preisen keine Luft zum vermarkten und würde daher nur sehr bedingt Berner Alpkäse AOP übernehmen. Zuerst müssten die Produzenten ihren Preis in der Direktvermarktung erhöhen, und erst dann könne der Handel den Abnahmepreis erhöhen. – Nur wer stolz auf sein Produkt sei und überzeugt von einem höheren Preis, könne dies auch umsetzen, ermuntert Schmid. – Das LANAT schätze die Arbeiten der CasAlp mit ihren Bestrebungen zur Absatz- die Qualitätsförderung des Berner Alp- und Hobelkäses AOP und stehe hinter der Sortenorganisation. Anpassungen auf allen Ebenen seien jedoch unumgänglich.

Geehrte Sennerinen und Sennen

Ehrungen: Im Rahmen der Hauptversammlung der CasAlp fand die Sennenehrung statt. 34 der insgesamt 54 Sennerinnen und Sennen, die geehrt wurden, konnten dabei für ausgezeichnete Käsequalität eine Urkunde der CasAlp in Empfang nehmen. Diese Auszeichnung für höchste Käsequalität erhält, wer aus sechs Alpmulchentaxationen eine Gesamtpunktzahl von mindestens 118 erreicht. Zusätzlich zur Urkunde erhalten die Sennerinnen und Sennen von der Sortenorganisation eine Geldprämie als Wertschätzung und zusätzlichen Ansporn für weitere gute Leistungen.